Gemeindekonzeption

Impressum: Evangelische Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen, das Presbyterium, Eulenstraße 12, 58730 Fröndenberg, Tel.: 02373-71939

A. Leitspruch und Leitsatz der Kirchengemeinde

Im Februar 2005 hat sich die Kirchengemeinde einen Leitspruch und einen Leitsatz gegeben:

Jesus Christus spricht:
“Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der wird viel Frucht bringen; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.” (Joh. 15,5).

In diesem Sinne verstehen wir Jesus Christus als unsere Mitte;
sein Evangelium verkündigen wir durch Wort und Tat;
dazu berufen, ermutigen und befähigen wir die Mitarbeitenden unserer Gemeinde.

Die Gemeinde weiß, dass nicht sie selbst Kirche “machen” kann; sie stellt sich vielmehr glaubend unter den Herrn der Kirche und weiß sich mit ihm verbunden. Sie vertraut darauf, dass Kirche auch unter schwierigen Rahmenbedingungen wachsen kann, weil es Jesus Christus ist, der seine Kirche baut.
Die Kirchengemeinde will deshalb verheißungsorientiert leben und hält die Weiterentwicklung der Gemeinde für einen unverzichtbaren Auftrag in der Nachfolge Jesu Christi.
Mit ihrem Leitsatz bekennt sich die Kirchengemeinde zur klaren inhaltlichen Ausrichtung all ihren Tuns. Die Verkündigung des Evangeliums, der Glaube an Jesus Christus als den auferstandenen Herrn  schenken ihr die Kraft zum Handeln. In Verkündigung, Diakonie, Feier, Anbetung, Gemeinschaft und Begleitung sieht sie die Säulen kirchlichen und gemeindlichen Lebens.

Die Gemeinde lebt gerne ihr evangelisches Profil und ist sich ihrer Bedeutung im gesellschaftlichen Umfeld und der damit verbundenen Verantwortung für ihre Mitglieder und Mitarbeiter/-innen bewusst. Sie bringt die biblisch-theologische Sicht in öffentliche Fragestellungen und Diskussionen ein.

Die Gemeinde will eine offene Gemeinde sein: offen für jene, die Orientierung brauchen; offen für jene, die Hilfe benötigen; offen für jene, die fremd sind und offen für jene, die Gemeinschaft und Begegnung suchen. Die Gemeinde ist aufgerufen, auch mit denjenigen “im Weinberg des Herrn” zusammenzuarbeiten, die von Ortsgemeinden enttäuscht und womöglich aus ihrer Kirchengemeinde ausgetreten sind, sowie mit jenen, die durch wechselnde Umstände der Kirche entfremdet sind und sich in anderen Strukturen ihren Mitmenschen zugewandt haben (Mt 20,1ff; Mt 21,28ff). Ihnen allen öffnet sie ihre Kirchen und Häuser ohne Vorbehalt.

Sie bekennt sich ferner mit ihrem Leitsatz zu einer steigenden Bedeutung und Wertigkeit des Ehrenamtes. Die Kirche der Zukunft wird gerade auch eine Kirche der Ehrenamtlichkeit sein -  und mit der Ehrenamtlichkeit hat die Kirche Zukunft. Deshalb geht die Kirchengemeinde die vor ihr liegenden Veränderungen zuversichtlich an und vertraut darauf, dass für das gemeindliche Leben noch viele Menschen zu entdecken sind -  viele “Reben” am Weinstock Jesus Christus.

Leitsatz und Leitspruch sind Grundlage und Maßstab für alle Arbeit der Kirchengemeinde; an ihnen müssen sich Worte und Taten messen lassen.

B. Aus der Geschichte der Kirchengemeinde

Die vormals eigenständigen evangelischen Kirchengemeinden in Fröndenberg und in Bausenhagen blicken auf eine jeweils lange Tradition zurück.

Christliches Leben im Raum Fröndenberg ist eng mit der Gründung des Praemonstratenserstiftes Scheda um 1139 (heute Wickede zugehörig) und eines Frauenklosters am Ort der Stiftskirche in Fröndenberg verbunden. Diese Kommunitäten wurden vom Adel der Region und wohlhabenden Bürgerfamilien insbesondere der Städte Soest und Werl gestützt. Das Frauenkloster war Anfang des 13. Jahrhunderts - möglicherweise als weibliche Abzweigung des „Doppelklosters“ Scheda - gegründet (nicht durch Graf Otto v. d. Mark und nicht als „Sühnekloster“ erst nach der Ermordung des Kölner Erzbischofs Engelbert). Im vierten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts hat Erzbischof Heinrich von Molenark das Kloster dem gesamteuropäischen Zisterzienserorden eingegliedert. Es wurde durch beträchtliche Rechte und Besitzungen im Umland und bis in entfernte rechtsrheinische Gebiete eines der größeren Klöster Westfalens. Es spielte nicht nur durch dreieinhalb Jahrhunderte für die Lebensgestaltung seiner Nonnen, sondern auch in der Frömmigkeit der ihm verbundenen Adels- und Patrizierfamilien sowie der umliegenden Dörfer eine wesentliche Rolle.
Seit der Eingliederung des Klosters in den Orden und bis über die Fertigstellung des oberen Nonnenchores 1283 hinaus baute man an der Klosterkirche, der heutigen Stiftskirche. Graf Otto v. d. Mark wurde 1262 in ihrem Ostchor beigesetzt und gilt als Hauptförderer des Baus. Wie die meisten Zisterzienserkirchen diente dieses der „Seligen Jungfrau Maria“ geweihte Gotteshaus zugleich als Pfarrkirche der ums Kloster angesiedelten Gemeinde.
Im Zuge einer sich herausbildenden märkischen Landesherrschaft haben die Grafen von der Mark von 1308 bis 1391 in der Kirche die Grablege ihrer Dynastie unterhalten und ihr damit zusätzliche Bedeutung verliehen.
Unter dem Einfluss allgemeiner Zeittendenzen und der Reformation gerieten die Fröndenberger Zisterzienserinnen mit ihrem Orden und der erzbischöflichen Aufsicht in Konflikt und um 1550 erkämpften sie sich die Anerkennung  als freiweltliches Damenstift. Mit der Weiterentwicklung des neuzeitlichen Ständestaats wurde daraus im 17. Jahrhundert endgültig eine exklusive Einrichtung des Adels, der hier seinen unverheirateten Töchtern und Witwen, vornehmlich aus dem südwestfälischen Raum, eine „standesgemäße“ Lebensweise und Versorgung sicherte.
Als im Reformationszeitalter lutherische und reformierte Prediger in Fröndenberg auftraten, rechneten sich viele Bewohner von Stift und Ortschaft bald einer der neuen Konfessionen zu. Doch lebte man  in nunmehr drei christlichen Gemeinden in Fröndenberg im Allgemeinen friedlich miteinander, und schließlich hatte jede der drei Konfessionen das Recht, mit eigenen Geistlichen  regelmäßig Gottesdienste in der simultan (=  lat., gleichzeitig, gemeinsam) genutzten Stiftskirche zu feiern.
Im Zuge der Säkularisation gingen die geistlichen deutschen Herrschaften und das Fröndenberger Stift als besondere Adelseinrichtung in den Besitz der weltlichen Staaten über. Das „Hochadlige freiweltliche Stift“ wurde mit Ablauf des Jahres 1812 aufgelöst, das Recht zur Nutzung seiner Kirche wurde den drei Konfessionen zu je einem Drittel übergeben.
Wie die Fürsten anderer deutscher Länder suchte der preußische König, der die Grafschaft Mark nach der napoleonischen Epoche als Teil der neugebildeten Provinz Westfalen seit 1813 wieder beherrschte, die reformierte und lutherische Konfession zu einer evangelisch-christlichen Union zusammenzuschließen. 1837 kam es infolgedessen auch in Fröndenberg zur Vereinigung der lutherischen und der reformierten Gläubigen. Seitdem liegen die Nutzungsrechte an der „Stiftskirche“ zu zwei Dritteln bei der evangelischen Gemeinde. Die katholische Gemeinde nimmt das ihr verbliebene Drittel bei Bedarf weiterhin in Anspruch und erhielt nach dem Bau ihrer neuen „Marienkirche“ 1895 auch Gegenstände sakraler Kunst aus der „Stiftskirche“ für das neue Gotteshaus übereignet.
Ein presbyterial-synodaler Gemeindeaufbau fing in Fröndenberg wegen der bis 1812 andauernden „Allzuständigkeit“ der Stiftsdamen und des Stiftskonvents in geistlichen Angelegenheiten erst relativ spät an. Im evangelischen Bevölkerungsteil setzte sich nach und nach das lutherische Moment als das stärkere durch.
Kirchengeschichtlich sind aber die in Fröndenberg tätigen reformierten Geistlichen hervorzuheben. Wilhelm Bäumer etablierte von 1808 bis 1813 in Fröndenberg einen reformierten Gemeindeaufbau nach presbyterialer Ordnung und war während seiner nachfolgenden Dortmunder Amtszeit von 1822 bis 1831 Präses der unierten märkischen Gesamtsynode. Er hatte wie sein späterer reformierter Amtsnachfolger in Fröndenberg, Paul Schneider, der 1833 bis 1835 als Superintendent im Kirchenkreis Unna wirkte, maßgeblichen Anteil an der rheinisch-westfälischen Kirchenordnung von 1835, durch die ein alleiniges „Kirchenregiment von oben“ in Westfalen verhindert und das Selbstverständnis und die eigenständige Identität der evangelischen Kirche Westfalens als einer presbyterial-synodal bestimmten gesichert werden konnten.
In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts verschränkte sich die Tätigkeit der Ev. Gemeinde sichtbar mit der Entwicklung Fröndenbergs. So wurde Pfarrer Diedrich Overbeck 1854 Hauptinitiator der Fröndenberger Sparkasse. Sein Nachfolger Karl zur Nieden, eröffnete 1887 das Ev. Krankenhaus auf dem Sodenkamp und gründete 1887 einen der heutigen Frauenhilfe und dem heutigen Männerkreis jeweils vorausgegangenen „Jünglings“- und „Frauenverein“. Nach der Schließung des Krankenhauses in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts ergriff die Gemeinde mit Pfarrer Werner Kessler die Initiative zur Errichtung des Wohnparks Stift. Die Trägerschaft und Verwaltung dieser Wohnanlage für ältere Menschen ist eine der von der heutigen Gemeinde fortgeführten gesellschaftlich-diakonischen Aufgaben.

Auch die alte Dorfkirche Bausenhagen blickt auf eine lange, über 1000jährige Geschichte zurück. Unter Otto dem Großen wurde etwa 993 ein erster hölzerner Kirchbau auf dem Hügel als Eigenkirche des benachbarten Haupthofes errichtet und der Heiligen Agnes geweiht. Als steinerne, spätromanische Wehrkirche vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts erbaut, diente sie in kriegerischen Auseinandersetzungen auch dem körperlichen Schutz der Dorfbewohner. Viele Generationen  haben in den trutzigen Mauern im Glauben an Jesus Christus Trost und Zuversicht gefunden.

Ihre wechselvolle Geschichte ist eng mit dem bereits genannten  Praemonstratenserkloster Scheda verbunden, in dessen Eigenbesitz sich Kirche und Kirchspiel seit 1278 befanden. Reformation und Gegenreformation hinterließen ihre Spuren ebenso  wie die brisante geschichtliche Situation, dass sich das ehemalige Kirchspiel sowohl auf märkische wie kurkölnische Gebiete erstreckte.  So konnte sich in der Palz die kuriose Situation ergeben, dass Gläubige eines Kirchspiels gemeinsam im Gottesdienst vereint waren, während ihre Landesherren gegeneinander Krieg führten.

Zwischen 1806 und 1837 wurden die lutherischen Gemeinden Fröndenbergs und Bausenhagens vereinigt, ab 1831 sogar alle drei evangelischen Gemeinden unter Einbeziehung der reformierten Gemeinde Fröndenbergs von deren reformiertem Pfarrer Ludwig Schneider geleitet. Ob in dieser Zeit auch ein gemeinsames Presbyterium tätig war, ist ungewiss, eher versuchte jede Gemeinde auf Ortsebene für sich das Bestmögliche zu erreichen. Besonders Bausenhagen litt unter großer Finanznot, weswegen auch die dortige Stelle ab 1806 nicht besetzt werden konnte.
Die Dörfer der Palz stellen heute infolge der bis 1809 vom Stift Scheda massiv ausgeübten Patronatsrechte eine nur noch 30 Prozent ihrer Bevölkerung umfassende protzestantische Diaspora im Kirchenkreis Unna dar. Hier in der ehemaligen Grafschaft Mark - und nur hier – ist eine Rekatholisierung durch das bis zu seiner Aufhebung im Jahr 1809 als Folge des “Reichsdeputationshauptschlusses” einflussreiche Kloster Scheda und durch den Einfluss Kurkölns ab dem 17. Jahrhundert erfolgreich gewesen.
1837 wurde mit Bildung der bereits genannten "unierten" Gemeinde in Fröndenberg Bausenhagen aus diesem Verbund herausgelöst und bildete bis zum Jahr 2001  wieder eine eigenständige lutherische Gemeinde innerhalb des „evangelisch-unierten“ Kirchenkreises, ab 1837 unter dem (reformierten) Pfarrer Ludwig Schneider. Auch wurde bis zur Errichtung einer neugotischen katholischen Pfarrkirche im Jahr 1875  die alte Dorfkirche von Protestanten und Katholiken gemeinsam genutzt.
Während des Zweiten Weltkriegs blieb die Pfarrstelle Bausenhagen unbesetzt und wurde von den Pfarrern Stolberg und Frank aus Fröndenberg und Lünern vertretungsweise versorgt. Frank und der von 1945 bis 1967 im Bausenhagener Amt eingesetzte Herbert Thürnau waren Mitglieder der Bekennenden Kirche, und zumindest Thürnau war mehrfach durch die Gestapo verhört und kurzzeitig verhaftet worden. Hatte Thürnau zu den Hauptinitiatoren des Jugendfreizeitheims Stentrop gehört, so führte Alfred Andersen als dessen Nachfolger seine besonderen diakonischen Bemühungen um die Jugend fort und organisierte beispielsweise eine Ausbildungsstätte für benachteiligte Jugendliche sowie als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Arbeitslose eine der ersten Wertstoffsammlungen in der Region. Dies wurde über Fröndenbergs Grenzen hinaus als ein Zeichen behutsamen Umgangs mit den Werten von Gottes Schöpfung verstanden. Aus dem lokalen Freizeitheim ist, nur anderthalb Kilometer von der Dorfkirche entfernt, das Bildungs- und Begegnungszentrum Oase Stentrop des Ev. Kirchenkreises Unna gewachsen.
Das 1817 beim Abbruch der Stiftskirche Scheda in die Dorfkirche überführte Chorgestühl fällt hier dem Besucher neben anderen historischen Denkwürdigkeiten auf. Seit der vom gegenwärtigen Patronatsherrn, dem Land NRW, 1997/98 ermöglichten Grundsanierung des Gebäudes unter besonderem Einsatz von Pfr. Olaf Maeder  hat die Einwohnerschaft der Palz beider Konfessionen bemerkenswerte Opfer für die Erneuerung der alten Dorfkirche gebracht. Die von Andreas Felger konzipierte Umgestaltung des Altarraums und seine zu den „Ich-bin-Worten“ Jesu aus dem Johannesevangelium angefertigten zeitgenössischen Glasfenster verkündigen den heute erfahrbaren Gott. Mit diesem mutigen Konzept bietet die Kirche u. a. auch der Oase Stentrop einen besonderen Raum für Andachten, Meditationen und Gottesdienste an
Zum 1.1.2002 haben die beiden ehemals selbständigen Kirchengemeinden erneut fusioniert und bilden nun die “Evangelische Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen”.

C. Die gegenwärtige Situation der Kirchengemeinde

C1 Gestaltungsraum “Kirchengemeinde”
Die Stadt Fröndenberg/Ruhr (ca. 23.000 Einwohner) liegt im Südosten des Kreises Unna und grenzt an den Hochsauerlandkreis, den Kreis Soest und den Märkischen Kreis; sie besteht aus dem Stadtkern (ca. 10.000 Einwohner) und zahlreichen Dörfern und Ortsteilen. Fröndenberg ist zwischen dem Sauerland und dem östlichen Ruhrgebiet reizvoll auf dem Haarstrang und im Ruhrtal gelegen und kleinstädtisch/dörflich strukturiert. In den Dörfern sind in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Siedlungen entstanden. Die Landwirtschaft setzt immer noch landschaftsbetonende Akzente.
Die “Evangelische Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen” umfasst das Stadtgebiet Fröndenbergs einschließlich des Stadtteils Hohenheide sowie die “Palz” mit ihren sechs Dörfern (Bausenhagen, Stentrop, Frohnhausen, Warmen, Neimen und Bentrop). Die Kirchengemeinde zählt am 27.11.2005  4986 Gemeindeglieder.
Das kleinstädtische Fröndenberg ist von einer in den 80er Jahren zu Ende gegangenen industriellen Entwicklung gekennzeichnet. Klein- und mittelständische Unternehmen, Einzelhandel und der zu nehmende Freizeitsektor (u. a. Golf, Reiten) prägen heute die wirtschaftlichen Aktivitäten. Viele Fröndenberger/-innen sind berufliche Auspendler. Neben dem alten Stadtkern sind es so vor allem die neueren Siedlungsgebiete, die die verstärkte Aufmerksamkeit der Gemeinde verdienen: die in den 60er Jahren errichtete Mühlenbergsiedlung, das Baugebiet Hohenheide, das Sanierungsgebiet im Stadtzentrum.
Alle vier Bereiche haben ihre je eigene Struktur; sie alle verdienen die entsprechend differenzierte  Aufmerksamkeit der Gemeinde. Im Gemeindehaus Stift beitet die Chance, sich verstärkt um Migrantenkinder zu kümmern, deren Eltern im umliegenden Altstadt- bzw. Sanierungsgebiet wohnen. Hier ist ein geeignetes Konzept unserer Jugendarbeit zu entwickeln. Auch in Fröndenberg-Mitte bestehen gut ausgebaute Kontakte zu Vereinen, zur katholischen Seite sowie zum Rathaus.
Ansprechpartner für die evangelische Kirchengemeinde sind in Fröndenberg insbesondere die Grundschulen, die Förderschule und die alle Schulabschlüsse einschließlich Abitur anbietende Gesamtschule (mit ca. 100 Lehrkräften). Kontaktstunden, Schulgottesdienste, kirchlicher Unterricht sowie gemeinsame Projekte sind Gesprächsthemen zwischen den Schulen und der Kirchengemeinde. Daneben werden zwei große nichtevangelische Alteneinrichtungen von der Kirchengemeinde seelsorgerlich betreut.

In den dörflichen Strukturen der Palz haben “Kirche” und “Pfarrer” noch immer einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Hier nimmt der evangelische Pfarrer nicht nur die Rolle des Geistlichen ein; er ist auch Ansprechpartner für viele lokale Fragestellungen.
Die evangelische Kirchengemeinde - obwohl in den Palzdörfern Diasporagemeinde - ist durch die Mitgliedschaft vieler ihrer Gemeindeglieder in Vereinen und Nachbarschaften fest verankert. Deutlichstes Beispiel ist die Bereitschaft der Vereine und vieler katholischer Mitchristen, sich für den Erhalt der alten Evangelischen Dorfkirche in Bausenhagen einzusetzen, z.B. anlässlich des alle zwei Jahre stattfindenden Adventsmarktes. Allerdings lässt sich die gute bürgerschaftliche Beziehung nicht ohne weiteres in Gottesdienstbesuche oder in die Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen umsetzen. So bleibt auch hier die Aufgabe, jüngere Gemeindeglieder für die kirchliche Arbeit und die Teilnahme an den Gottesdiensten zu motivieren.

Zwei weitere evangelische Kirchengemeinden auf Fröndenberger Stadtgebiet (Dellwig, Frömern) betreuen die evangelischen Christen in den nördlichen und westlichen Stadtteilen und sind bedeutsame Kooperationspartner der Kirchengemeinde.

C2 Hauptamtlich und nebenamtlich Beschäftigte
C2a) Pfarrstellen und Pfarrbezirke
Die Kirchengemeinde ist seit dem 1.1.2006 in zwei Pfarrbezirke eingeteilt, die von zwei Pfarrern betreut werden.
Der Pfarrbezirk 1 (Palz, Hohenheide, Teile der östlichen Innenstadt) wird im Rahmen einer vollen Stelle wahrgenommen. Im Dienstauftrag dieser Stelle ist mit einer Viertelstelle die theologische und seelsorgerliche Begleitung der Arbeit der Tagungs- und Begegnungsstätte Oase Stentrop enthalten. Die mit diesem Dienstauftrag verbundenen Zeitanteile werden vom Kirchenkreis durch den Vertretungseinsatz anderer Pfarrer/-innen kompensiert.
Der Pfarrbezirk 2 (Stadtmitte und Mühlenberg) wird ebenfalls mit einer vollen Pfarrstelle versorgt; der derzeitige Stelleninhaber ist zur Zeit auch  synodaler Jugendpfarrer. Dem Pfarrbezirk 2 ist die seelsorgerliche Begleitung des in katholischer Trägerschaft geführten Altenheims “Schmallenbachhaus” zugeordnet.

C2b) Weitere hauptamtlich Beschäftigte
Die Kirchengemeinde hat seit 2006 eine B-Kirchenmusikerstelle in einer auf 30 Std. begrenzten Teilzeitstelle mit Schwerpunkttätigkeit ausgewiesen. Außerdem erteilt ein pauschal vergüteter Musiklehrer Instrumentalunterricht. In Bausenhagen ist ein B-Kirchenmusiker mit einem 1/9-Vertrag angestellt, der Orgel- und Chordienst umfasst.  

Sie beschäftigt ferner einen hauptamtlichen Jugendreferenten in Vollzeit. Neben der Sicherstellung der Öffnungszeiten der “Offenen Tür” im Gemeindehaus Stift nimmt er auch Aufgaben in der Konfirmandenarbeit und gelegentlich im Predigtdienst wahr. Ein weiterer Vertrag mit einem halben Dienstumfang ist im April 2005 ausgelaufen. Damit wurde die öffentlich geförderte Jugendarbeit in Stentrop (Haus der Mitte) aufgegeben.

Die Kirchengemeinde beschäftigt für ihre fünf Kindergartengruppen eine entsprechende Anzahl von Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen auf insgesamt 10 Voll- und Teilzeitstellen.
Das Gemeindebüro ist für 25 Stunden mit einer Bürokraft in Teilzeit besetzt.
Die Gemeindehäuser und Kirchen werden von vier Hausmeisterinnen und Küster sowie Küsterinnen in Teilzeit bzw. im Nebenamt betreut.

Von Zeit zu Zeit absolvieren angehende Pfarrer/innen erfolgreich ihr Vikariat in der Kirchengemeinde.

C3 Gebäude und Einrichtungen
Die Kirchengemeinde nutzt zwei historisch besonders wertvolle Gottesdienststätten,  die Stiftskirche in der Altstadt Fröndenbergs, dem “Stift”, sowie die alte Evangelische Dorfkirche im Fröndenberger Ortsteil Bausenhagen. Beide Kirchen stehen unter Denkmalschutz und unterliegen dem Patronat des Landes Nordrhein-Westfalen, d.h., sie werden zu 100% als Landeseigentum  (Stiftskirche) bzw. zu 66% (Dorfkirche) in der baulichen Unterhaltung aus öffentlichen Mitteln finanziert.
Regelmäßige Gottesdienste werden auch im 1974 errichteten Gemeindezentrum Bonhoefferhaus auf der Hohenheide  gefeiert, einem Fröndenberger Ortsteil mit einem jungen Baugebiet und einer jungen Gemeinde.

Die Kirchengemeinde ist ferner Nutzerin von drei Pfarrhäusern: das eigene Pfarrhaus steht zur Zeit zum Verkauf. Das zweite Pfarrhaus im Pfarrbezirk 2 (Fröndenberg) unterliegt dem Patronat und wird zu 100% vom Land NRW unterhalten. Das dritte Pfarrhaus liegt in Bausenhagen im Pfarrbezirk 1  und wird zu 66% vom Land NRW unterhalten.
Darüber hinaus ist die Kirchengemeinde Eigentümerin einer Eigentumswohnung und einiger Grundstücke.
Die Kirchengemeinde verfügt über einige Wald- und Ackerflächen, die verpachtet sind.

Das gemeindliche Leben findet in drei Gemeindehäusern statt: das größte ist das “Gemeindehaus Stift” in der Stadtmitte, Eulenstraße 12. Dort sind vor allem die Jugendräume untergebracht. Es ist zugleich ein Treffpunkt der gemeindlichen Kirchenmusik und weiterer Gemeindegruppen und bietet ferner für die Kommune einen großen Versammlungsort in der Stadtmitte. Es ist vor diesem Hintergrund ein wichtiges auch öffentlich genutztes Gebäude.

Als gemeindliches und gesellschaftliches Zentrum in der Palz wird das reizvoll auf dem Haarstrang gelegene „Haus der Mitte“ in Fröndenberg-Stentrop genutzt.
Die zugehörige ehemalige Schule ist langfristig für eine Tageswohngruppe an die Ev. Jugendhilfe Menden vermietet. Unmittelbar angrenzend befindet sich das im Besitz des Evangelischen Kirchenkreises Unna befindliche “Bildungs- und Begegnungszentrum Oase Stentrop”. Durch eine mit dem Kirchenkreis abgestimmte personelle und räumliche Kooperation stellen sich  Synergien ein, die sowohl dem Begegnungszentrum als auch dem Gemeindehaus zugute kommen.

Im noch wachsenden Neubaugebiet auf der Hohenheide gibt es ein kleines Gemeindezentrum, das u.a. einen modernen Gottesdienstsaal und einen unterteilbaren Mehrzweckraum beherbergt. Das  2008 ausgebaute Dachgeschoss soll der räumlichen Unterbringung der dort angesiedelten CVJM-Jugendarbeit dienen.

Einen kleinen Gemeindesaal im Stadtbezirk Westick hat die Kirchengemeinde im Jahr 2004 aufgelöst und an eine Privatperson verkauft. Das dazu gehörende Grundstück wurde in Erbpacht gegeben.

Ferner ist die Kirchengemeinde Trägerin zweier Kindergärten, die beide in der Stadtmitte zu finden sind, des Kindergartens Oase und des Kindergartens Matthias-Claudius.

Sie ist außerdem Trägerin einer seniorengerechten Wohnsiedlung mit 36 Wohneinheiten, dem “Wohnpark Stift” in der Freiheitsstraße.

In Bausenhagen unterhält die Kirchengemeinde einen eigenen kleinen Friedhof mit Aufbahrungshalle.

C4 Gemeindliche Aktivitäten
C4a) Gottesdienste
In der Stiftskirche sowie in der Dorfkirche Bausenhagen werden wöchentlich am Sonntagvormittag evangelische Gottesdienste gefeiert. In jeder dieser Kirchen findet monatlich außerdem jeweils ein Zielgruppengottesdienst statt, nämlich in der Stiftskirche an jedem zweiten Sonntag im Monat um 11.00 Uhr der “Punkt 11-Gottesdienst” für jüngere Leute und in der Dorfkirche Bausenhagen am ersten Sonntag im Monat die “Familienkirche” für Familien mit ihren Kindern, vorbereitet und durchgeführt von Vorbereitungsgruppen aus der Gemeinde.
Darüberhinaus werden an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat Familiengottesdienste im Gemeindezentrum Hohenheide gefeiert, und zwar zeitversetzt zu den „Hauptgottesdiensten“ um 11.15 Uhr.
Seit März 2008 läuft in Bausenhagen das „Zweite Programm“; an jedem Sonntag gibt es in der alten Dorfkirche um 18 Uhr ein spirituelles Angebot. Am 1., 3. und 5. Sonntag  erklingen in der „Zeit zum Atemholen“ bei Kerzenlicht insbesondere gregorianische Gesänge oder Taizèlieder; diese Reihe wird von einem Team ausschließlich erhrenamtlich betreut. Am 2. Sonntag im Monat werden um 18 Uhr unterschiedliche spitizuelle Angebote unterbreitet: u. a. Bibelteilen, Meditationsweg, Singen. Am 4. Sonntag findet eine Gottesdienstreihe statt, die sich im Jahr 2008 die Kirchenfenster der Dorfkirche als „Predigten aus Glas“ zum Thema nimmt: die „Ich-bin’s-Gottesdienste“, tiefergründig  und mit anschließender Gesprächsrunde in der Oase Stentrop.
Monatlich werden an einem Freitagnachmittag Krabbelgottesdienste auf der Hohenheide gefeiert, darüberhinaus mehrmals im Jahr Kindergartengottesdienste in den jeweiligen Einrichtungen.
Im Altenheim “Schmallenbachhaus“ finden regelmäßige Gottesdienste ”an zwei Donnerstag-vormittagen im Monat statt.
Am Donnerstagabend ist die Stiftskirche zum Gebet geöffnet.
Gottesdienste haben in der Gemeinde einen hohen Stellenwert. Deshalb legt das Presbyterium großen Wert auf das Feiern auch unterschiedlichster Gottesdienste (Open-Air-, Jugend-, Schützenfest-, Erntedank-, Weltgebetstag-, Wald-, Schul-, Krabbelgottesdienste...). Unterstützung bekommen die beiden Pfarrstelleninhaber dabei durch Laienprediger, Vorbereitungsgruppen oder Pfarrer im Ruhestand. Für die Gottesdienste hat die Kirchengemeinde als ein Fusionsergebnis ein eigenes Konzept „Gottesdienste“ entwickelt.

C4b) Pastorale Aufgaben
Die Pfarrer arbeiten konsequent bezirksübergreifend und (auf)gabenorientiert. Lediglich die Geburtstagsbesuche und die Beerdigungen sind bezirksmäßig zugeordnet. Der Stelleninhaber der Pfarrstelle 2 ist gesamtgemeindlich verantwortlich für die Kinder- Jugend- und Jungfamilienarbeit; der Stelleninhaber der Pfarrstelle 1 ist gesamtgemeindlich für die Erwachsenenbildung und Seniorenarbeit zuständig. Diese Aufgabenteilung hat sich sehr bewährt.

C4c) Gemeindeleitung
Das Presbyterium der Kirchengemeinde besteht aus 12 Presbyterinnen und Presbytern und den beiden Pfarrstelleninhabern. Es trifft sich zu monatlichen Sitzungen und hat mit der Fusion eine Gemeindesatzung beschlossen. Folgende Arbeitsbereiche werden durch Ausschüsse wahrgenommen: Gemeindeaufbau als Motor und Impulsgeber für die gemeindeentwicklung und den Gemeindeaufbau, Personal, Bauen/Grundstücke/Friedhof, Finanzen/Strukturen, Kirchenmusik, Jugend, Diakonie), in die auch Ehrenamtliche einbezogen sind. Der Finanz- und Strukturauschuss überprüft kontinuierlich die finanzielle Situation der Kirchengemeinde und entwickelt Vorschläge zur Minderung der Ausgaben und zur Erhöhung der Einnahmen und hat den Auftrag, auch strukturell-nachhaltige Konzepte vorzuschlagen. Der Tansania-Arbeitskreis unterstützt die Arbeit des Leitungsgremiums. Der “Arbeitskreis Stiftskirche” erarbeitet Vorschläge, wie die Gemeinde das zentrale Gotteshaus zeitgemäß präsentieren und nutzen kann. Der „Arbeitskreis Gottesdienste“ nimmt Rückmeldungen aus der Gemeinde entgegen und regt die laufende Aktualisierung des Gottesdienstangebots an. Für besondere Vorhaben werden befristete Projekt-/Koordinierungsgruppen eingerichtet.

C4d) Kirchenmusik
Die Kirchenmusik hat in Fröndenberg einen traditionell hohen Stellenwert. Dem trägt die Gemeinde in  auch dadurch Rechnung getragen, dass sie eine B-Musikerin  als Kantorin, allerdings nur in Teilzeit,  angestellt hat. Ein Markenzeichen für die evangelische Kirchengemeinde ist die Konzertreihe “Geistliche Musik in Fröndenberg“. Neben der gottesdienstlichen Orgelbegleitung leitet die Fröndenberger Kantorin die Stiftskantorei, einen Posaunenchor und einen Kinderchor. Ferner ist sie für die Jungbläserausbildung zuständig.
Die Kantorin begleitet auch die Gottesdienste in der Dorfkirche Bausenhagen an der 2007 erbauten neuen Orgel. Wegen der Überschneidungen der Gottesdienstzeiten  am Sonntagmorgen und bei Kasualien  werden auch   Honrarkräfte eingesetzt. Durch popularmusikalische Angebote (z.B. im Punkt 11 – Gottesdienst; Mucical im Kirchlichen Untericht) gelingt es, auch jüngere Gemeindeglieder musikalisch besonders anzusprechen.
Ein Musiklehrer leitet Flötengruppen mit unterschiedlichem Leistungsstand und vermittelt vorrangig Kindern Grundkenntnisse im Flötenspiel; er wirkt mit seinen Gruppen bei der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten mit.
C4e) Kinder- und Jugendarbeit
Der Kirchengemeinde steht für die Kinder- und Jugendarbeit zur Zeit eine volle Stelle zur Verfügung, die seit fast 30 Jahren in personeller Kontinuität besetzt ist und vom Land NRW zu einem erheblichen Anteil refinanziert wird. Der Jugendreferent leitet die Offene Tür im Jugendcafe der Gemeinde; er bietet jährlich eine Sommerfreizeit und eine Kinderbibelwoche statt. Er feiert  in der städtischen Gemeinschaftsgrundschule mit zwei Jahrgängen Schulgottesdienste. Ihm obliegt auch die Fortbildung und Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen und Mitarbeiter. Schließlich übernimmt er auch Aufgaben im Rahmen der Konfirmandenarbeit als Teil der Jugendarbeit sowie im Predigtdienst.
C4f) Arbeit mit Kindern
 Die Kirchengemeinde bietet in ihren Räumen diverse Spiel- und Krabbelgruppen an, die von Ehrenamtlichen  koordiniert werden. Darüber hinaus leitet seit Mai 2005 eine Ehrenamtliche eine wöchentliche Kinderjungschar im Haus der Mitte. Parallel zu den Gottesdiensten auf der Hohenheide bietet ein kleines ehrenamtliches Team Kindergottesdienste an. Zur Arbeit der Kindertagesstätten s. S. 21.

C4g) Arbeit mit jungen Familien
Seit einigen Jahren führt der für die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit zuständige Pfarrer zusammen mit einer Erzieherin Familienfreizeiten durch. Mittlerweile ist der Zuspruch so groß, dass im Herbst 2005 erstmalig zwei einwöchige Freizeiten hintereinander zustande gekommen sind, mit jeweils rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Etwa zwei bis drei Mal im Jahr werden diese Familien darüber hinaus zu sogenannten Familientagen eingeladen – in Verbindung mit einem gemeinsamen Gottesdienstbesuch.
Zur Sicherung und Weiterentwicklung der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Familien hat die Gemeinde die Gründung des “CVJM Fröndenberg” angestoßen. Am 15.05.2005 fand die Gründungsversammlung statt; bis zum Jahresende 2005 sind bereits 50 Mitglieder beigetreten.
C4h) Konfirmandenarbeit
 In jedem Jahr unterrichtet die Kirchengemeinde knapp 60 Jugendliche im kirchlichen Unterricht. Pro Jahr sind somit zwei Parallelgruppen notwendig. Ab Sommer 2005  unterrichten Pfarrer  und Jugendreferent jeweils zwei Gruppen.
Die Konfirmandenarbeit ist der Ort in der Jugendarbeit, der am stärksten Ehrenamtliche einbindet. Die Kirchengemeinde versteht die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden zunehmend als Teil der Jugendarbeit.

C4i) Diakonische Dimension
Als herkömmliche diakonische Ansätze sind in den beiden Altgemeinden Fröndenberg und Bausenhagen vor allem die regelmäßigen Besuchsdienste und jährlichen Sammelaktionen der Frauenhilfen lebendig. In Fröndenberg existiert darüber hinaus ein ökumenischer Besuchsdienstkreis für das Schmallenbachhaus, an dem sich ca. 15 evangelische Gemeindeglieder beteiligen. Auch die „kleine offene Tür“ kann von ihrem Ansatz her durchaus als sozialdiakonische Jugendarbeit verstanden werden. Mit der Fusion wurde ein Diakonieausschuss gemäß Artikel 74 (3) Kirchenordnung eingerichtet, der zuvor in keiner der  beiden Altgemeinden vorhanden war.  Auf diese Weise wurde eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Gemeindediakonie in Fröndenberg eine spürbare Stagnation und Entfremdung überwunden hat, die u. a. auch als Folge der Zentralisierung der Diakoniestationen zu verzeichnen war. Der Diakonieausschuss, in dem neben den Diakoniepresbyter(n)/-innen auch sachkundige Gemeindeglieder und weitere beratende Fachleute ehrenamtlich  mitwirken, ist besonderes für die Initiierung und Bündelung gemeindediakonischer Projekte zuständig.
Unter anderem sind hier das Betreuungskonzept für den Wohnpark Stift,  das Seniorenprojekt „Urlaub ohne Koffer“, das gemeindeeigene Hilfenetzwerk „Zeitbörse“, das Programm für das durchgeführte „Jahr der Diakonie“ 2005 und das „Stiftscafè“ entwickelt worden.

C4j) Erwachsenenarbeit
In der Kirchengemeinde treffen sich regelmäßig fünf Frauengruppen/Frauenhilfen, zwei Männerkreise, ein Literaturgesprächskreis, ein Yogakurs  sowie drei Seniorenkreise. Darüberhinaus ist ein Eine-Welt-Kreis sehr aktiv, der das “Eine-Welt-Thema” in der Gemeinde besonders betreut und fair gehandelte Produkte vermittelt und verkauft.

C4k) Hauskreise
Mittlerweile haben sich vier Hausbibelkreise formiert, die von den Pfarrern und von Ehrenamtlichen geleitet werden.

C4l) Ökumenische Beziehungen
Die Ökumene vor Ort ist lebendig und freundschaftlich. Vor allem im Geflecht des kommunalen Vereins- und Schützenwesens gibt es viele ökumenische Gottesdienste. Es gibt jährliche Treffen von Presbyterium und Kirchenvorstand der katholischen Ortsgemeinde sowie eine Jahresbesprechung der Geistlichen beider Konfessionen. Ökumenische  Bibelabende ermöglichen ein intensiveres Kennlernen über die Konfessionsgrenzen hinaus. Gelegentlich werden auch ökumenische Trauungen vollzogen.
Die Kirchengemeinde ist darüber hinaus eingebettet in zwei Gemeindepartnerschaften; die eine Beziehung besteht mit Hartha/Kreis Döbeln (Sachsen), die andere nach Dar-Es-Salaam/Tansania. Letztere ist ein maßgeblicher Faktor gemeindlichen Lebens. Bereits zweimal haben ein afrikanischer Mitarbeiter bzw. eine afrikanische  Mitarbeiterin für mehrere Monate in Fröndenberg gearbeitet. Im Jugendbereich gibt es jährliche wechselseitige Besuche von Gruppen.
Mit der Freien Christlichen Gemeinde Ecclesia in Menden gibt es Formen der Zusammenarbeit. Zur jüdischen Gemeinde Dortmund bestehen seit einem Jahr vertrauensvolle, wachsende Beziehungen, ebenso zu der neu entstandenen jüdischen Gemeinde in Unna.. Zu der islamischen Gemeinde Menden gibt es sporadische Kontakte.

C4m) Öffentlichkeitsarbeit
Die Kirchengemeinde unterhält einen sehr informativen Gemeindebrief, der zweimonatlich erscheint und an alle Haushalte verteilt wird. Sie ist ferner im Internet unter www.ek-froendenberg.de präsent; die Seite wird kontinuierlich aktualisiert und erweitert. Die Gottesdienstgruppe “punkt11” unterhält eine eigene Webseite, die ehrenamtlich von Jugendlichen gepflegt wird (www.punktelf.de). Die örtliche Presse berichtet gerne von gemeindlichen Aktivitäten, wenn sie zuvor entsprechend informiert wird.
Als anerkannte und gefragte Partnerin des gesellschaftlichen Lebens in der Bürgergemeinde ist die Kirchengemeinde in städtischen Ausschüssen vertreten und wird zu gesellschaftlichen Fragestellungen und ethischen Themen gehört und angefragt. Sie ist zudem eng mit dem Vereinswesen der Stadt verbunden und bei öffentlichen Festen vertreten.

C4n) Kirchencafés
In drei Predigtstätten - dem Gemeindezentrum Hohenheide, der Stiftskirche und der Dorfkirche Bausenhagen - finden regelmäßig Kirchen-/Gottesdienstcafés statt. Während in Bausenhagen und in der Stiftskirche im Anschluss an den Gottesdienst einmal im Monat an Stehtischen Kaffee und Tee getrunken werden, gibt es im Gemeindezentrum Hohenheide am 1. und 3. Sonntag ein Kirchencafé sowie im Gemeindehaus Stift monatlich ein stark besuchtes sonntägliches Frühstücksangebot.

D. Die Kirchengemeinde der Zukunft

D1 Unsere Vision
Wir wollen Gemeinde Jesu Christi sein:

  • eine lebendige, aktive Gemeinde, in der das Evangelium von Jesus Christus als frohe Botschaft verkündigt wird
  • eine Gemeinde, in der Junge und Alte, Männer und Frauen, Arme und Wohlhabende in frohmachender Gemeinschaft leben
  • eine Gemeinde, die die Liebe Gottes in diakonischer Verbundenheit  weitergibt
  • eine Gemeinde,  die von der Professionalität und Begeisterung der Haupt- und  Ehrenamtlichen geprägt ist
  • eine Gemeinde, in der Kirche zu sein Freude macht
  • eine Gemeinde, die die Herausforderungen der Zeit im Vertrauen auf Gottes Segen mutig annimmt
  • und ihre Verantwortung im Blick auf Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ernst nimmt

D2 Rahmenbedingungen

Die Kirchengemeinde hat seit ihrer Fusion im Januar 2002 eine arbeitsintensive, beide Altgemeinden bereichernde Entwicklung genommen. Viele Aktivitäten, von den Hauptamtlichen und zahlreichen Ehrenamtlichen getragen, kennzeichnen diese Entwicklung. Erkennbar ist eine wachsende Bedeutung und Vielfalt der gottesdienstlichen und bibelorientierten Angebote.
In dieser Vielfalt der Angebote und der großen Anzahl der Gemeindegruppen die gemeinsame Grundlage aller Gemeindearbeit deutlich zu machen, die Gruppen verstärkt miteinander ins Gespräch zu bringen, Arbeitsfelder zu vernetzen, damit aus vielen Gemeindegruppen noch stärker  die   e i n e   Gemeinde  wird -  dies wird in den nächsten Jahren eine zentrale Aufgabe der Gemeindeleitung werden.
Das Presbyterium wird mit der Weiterentwicklung und Verzahnung von Arbeitsfeldern (z.B. die Jugendarbeit mit der Konfirmandenarbeit, die Arbeit mit Kindern und die Familienarbeit, die Entwicklung der Kindertagesstätten zu Familienzentren) den wechselseitigen Blick der Gemeindeglieder, der Ehren- und Hauptamtlichen auf die Arbeitsfelder stärken.  

Daneben sucht die Kirchengemeinde weitere Wege, ihren Gemeindegliedern Erfahrung von Gemeinschaft zu ermöglichen. Dazu bieten Gottesdienstvorbereitungsgruppen und die Haus- und Bibelkreise besonders gute Voraussetzungen. Sie schaffen Nähe und Vertrauen, sie ermöglichen Offenheit im Gespräch über das, “was mich unbedingt angeht” (P.Tillich).  

Auch in Fröndenberg wird die Zahl der evangelischen Gemeindeglieder dem allgemeinen Trend entsprechend in den nächsten Jahren rückläufig sein. Weil Fröndenberg immer noch Zuzugsgebiet ist und neue Wohngebiete ausweist, wird sich der zahlenmäßige Einbruch allerdings langsamer als andernorts auswirken,
Ohne Frage aber werden die Kirchensteuerzuweisungen künftig deutlich geringer ausfallen und damit die finanziellen Möglichkeiten der Kirchengemeinde von Jahr zu Jahr enger werden. Der Gemeindeleitung ist bewusst, dass die Finanzressourcen in den nächsten Jahren dramatisch - auf möglicherweise 40% des heutigen Standes - zurückgehen werden.

Diese Perspektive wird vom Presbyterium nicht nur mit großer Sorge betrachtet, sondern sie wird auch als Herausforderung begriffen, die neue Chancen bietet, insbesondere durch ehrenamtliche Arbeit das Engagement von Gemeindegliedern zu stärken und damit auch eine größere Identifikation mit Kirche zu ermöglichen. Auch sollen Schwerpunkte (Jahresschwerpunkte, regional abgestimmte Arbeitsschwerpunkte) weiter ausgeprägt werden, die zu einer schärferen Profilierung der Arbeitsfelder beitragen werden. In Abstimmung mit den Nachbarkirchengemeinden ist zu überlegen, wer künftig welche Aufgaben übernehmen kann.
Die Kirchengemeinde hat sich aktiv in den Reformprozess der Landeskirche „Kirche mit Zukunft“ begeben und sich durch die Teilhabe am kreiskirchlichen Prozess „Aufbruch Kirchenkreis Unna – AKKU -“ darauf gut vorbereitet. Sie versteht sich in diesen Herausforderungen ausdrücklich als “Aufbruchunternehmen und nicht als Abbruchunternehmen” (Präses Alfred Buß):
In diesen Kontext gehört zum Beispiel die Arbeit des Finanz- und Strukturausschusses, der alle Gemeindebereiche mit dem Ziel beleuchtet, neben Einsparmöglichkeiten auch neue Einnahmequellen zu erschließen.
Dazu zählt auch der Presbyteriumsbeschluss, einer kreiskirchlichen Stiftung beizutreten.  Außerdem hat sie im Jahr 2007 eine eigene  Stiftung gegründet.
Der Gemeindeaufbauausschuss versteht sich als Motor und Ideengeber der Gemeindeentwicklung und des Gemeindeaufbaus.
Mit der Gründung eines CVJM wurden der Jugendarbeit durch mehr Beteiligung und ehrenamtliches Engagement  neue Impulse gegeben
Jahresschwerpunkte ermöglichen die effektive Bearbeitung und. Darstellung von gemeindlichen, theologischen und gesellschaftlichen  Themen und Arbeitsfeldern.


D3  Inhaltliche und  strukturelle Ausrichtung
D3a) Gottesdienste
 Entsprechend des eigenen Leitsatzes (Christus als Mitte der Gemeinde) und  des Leitspruches (“...denn ohne mich könnt ihr nichts tun”, Joh. 15,5) sollen die zahlreichen Gottesdienste in der Gemeinde auch zukünftig Grundlage und Ausgangspunkt der Gemeindearbeit sein. Sie sind bewusst vielseitig gestaltet, um unterschiedliche Menschen in ihren jeweiligen Lebenssituationen anzusprechen und zum Glauben einzuladen. Sicherlich muss geprüft werden, ob alle Angebote bei einer rückläufigen Personaldecke mittelfristig zu halten sind oder einige nicht auch ehrenamtlicher Führung übertragen werden können. Das Presbyterium hat sich bereits auf den Weg gemacht, bei gegebenen Anlässen zentrale Gottesdienste an  e i n e r Predigtstätte anzubieten.

Mittelfristig werden die z. Zt. parallelen Gottesdienstzeiten wohl gestaffelt werden müssen, damit auch ein Pfarrer/eine Pfarrerin allein die sonntäglichen Gottesdienste abdecken kann. Der Gottesdienst in Bausenhagen kann um 9.30 Uhr begonnen werden, der Gottesdienst in der Stiftskirche entsprechend um 11.00 Uhr.    
Darüber hinaus muss darüber nachgedacht werden, ob nicht der eine oder andere Gottesdiensttypus regional angeboten werden kann (z.B. Jugendgottesdienst, Krabbelgottesdienst, Oase-Gottesdienst).
Die Gemeinde hält auch zukünftig an den Gottesdiensten im Gemeindezentrum Hohenheide fest; es bietet in besonderer Weise vor allem jungen Familien Heimat und ist ein wichtiges, auch nach außen erkennbares  kirchliches Angebot in einem Stadtbezirk, der auch zukünftig weiter wachsen wird.
Viele Gottesdienste werden schon jetzt von Gemeindegruppen mit vorbereitet. Dadurch wird auch das Gottesdienstverständnis der Gemeinde im Hinblick auf Verkündigung und Liturgie vertieft.
Die Gemeinde bleibt verlässlich in ihrer Orientierung am Wort Gottes, öffnet sich aber auch neuen Formen gottesdienstlicher Angebote und wird diese von Zeit zu Zeit prüfen und gegebenenfalls verändern.

Das theologische Grundverständnis der Gemeinde macht sich besonders eindrücklich durch die Presbyteriumsbeschlüsse zu den Sakramenten fest.
So wird das Abendmahl mindestens einmal monatlich an den Hauptpredigtstätten sowie zusätzlich an den hohen kirchlichen Feiertagen und bei Hausandachten ausgeteilt. Um niemanden auszugrenzen, wird Traubensaft gereicht. Kinder sollen früh an den Tisch des Herrn geführt werden; deshalb sind sie zum Abendmahl zugelassen. Ganz jungen Kindern wird zur Segnung die Hand aufgelegt. In Bausenhagen und zunehmend auch in Fröndenberg wird die “Intinctio” praktiziert. Das Abendmahlsverständnis der Gemeinde soll auch in Zukunft weiterentwickelt werden.
 
Die Taufe wird sowohl als Gottes Zuspruch verkündigt, die Kinder auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Sie stellt aber ebenso die Aufnahme des Kindes in die “Gemeinschaft der Heiligen” dar. Die Gemeinde versteht die Taufe daher auch als Zusage an Eltern und Paten, sie bei der Aufgabe einer christlichen Erziehung des Kindes zu unterstützen. Gottesdienste zur Tauferinnerung als Teil der Sonntagsgottesdienste/Familiengottesdienste können Ankerpunkte für die weitere geistliche Entwicklung der Kinder und Familien darstellen. Die Taufen sind in der Regel Teil des sonntäglichen Gottesdienstes ebenso wie die einer späteren Taufe vorausgehend mögliche Segnung eines Kindes.

D3b) Pastorale Aufgaben
Die beiden Pfarrer haben in der Logik der Gemeindekonzeption und nach reformatorisch-biblischem Verständnis ihre Gaben, Kräfte und Zeitressourcen vorrangig in den Bereichen
   - Predigt und Bibelauslegung (Ermutigung, Lehre und Einladung)
   - Seelsorge und Begleitung
   - Mitarbeitendenbegleitung (Schulung, Förderung, Entlastung)
   - sowie auch  in der strategischen Planung (Leitung, Gemeindeaufbau)
einzubringen und sich entsprechend weiterzubilden. Die Kirchengemeinde ermöglicht ihren Pfarrern Supervision.
Der Vorrang von Gottesdienst und Seelsorge verpflichtet zur kontinuierlichen Überprüfung und gegebenenfalls zum Abgeben anderer Tätigkeitsfelder. Unaufgebbare Priorität bleibt, “die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk” (Barmener Erklärung  VI).
Die Pfarrer gründen ihr Handeln auf die biblische Botschaft und tragen damit in unverzichtbarer Weise zur Weiterentwicklung der Gemeinde bei.  Sie bilden in ihrer Dienstgemeinschaft eine zentrale geistliche und organisatorische Zelle innerhalb des gemeindlichen Beziehungsgeflechts.
Weitergeführt wird die konsequente und aufgabenorientierte Arbeitsweise der Pfarrstelleninhaber.

Aufgrund der begrenzten Arbeitskapazitäten der Pfarrer unterstützt das Presbyterium Initiativen aus der Gemeinde, den ehrenamtlichen Besuchsdienst (Geburtstage, Neuzugezogene, Kranke) weiter auszubauen und zu intensivieren. Es muss das Bewusstsein entstehen, dass nicht die Pfarrer alleine die Besuchenden sind, sondern dass die Gemeinde insgesamt eine offene und besuchende Gemeinde ist.
Eine entsprechende Besuchsdienstarbeit durch Ehrenamtliche setzt unbedingt deren Fortbildung voraus; damit hat die Gemeinde bereits begonnen.

Auch die Leitung von Gemeindegruppen (Frauenhilfe, Männerdienst, Männermorgen, Jugendarbeit, Familienarbeit) wird mehr denn je von Ehrenamtlichen  übernommen werden. Auch daran arbeiten die Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen bereits. Vor diesem Hintergrund müssen zukünftig mehr Kräfte und Finanzen in die Berufung, Fortbildung und Begleitung von Ehrenamtlichen investiert werden – ganz im Sinne des Leitsatzes der Gemeinde.

“Was tut ihr, um diejenigen Menschen zu erreichen, die nicht kommen?” Wie können wir, die Gemeinde, mehr Menschen für Jesus Christus und seine Kirche gewinnen? Wie können wir die frohmachende Botschaft Jesu Christi an sie herantragen? Wie entdecken wir die Menschen, die abseits stehen? Wie können wir sie ansprechen, offen für ihre Fragen und Probleme sein?
Im Hinblick auf  die weitere Entwicklung der Gemeinde bedeuten die demografischen Prognosen, dass die Kirchengemeinde sich in Zukunft stärker missionarisch verstehen muss. Wenn nicht so viele Kinder geboren und getauft werden, muss Kirche gezielter auf die “vorhandenen” Menschen zugehen, auf resignierte, ausgetretene, gleichgültige, Orientierung suchende Menschen, aber auch auf alle, die durch wechselnde Lebensumstände der Kirche entfremdet sind. Wir haben den Auftrag, die Sendung (“Mission”), mit unserem Reden und Tun die Botschaft Jesu Christi an alle mit uns lebenden Menschen heranzutragen. Es gilt auch, den eigenen blinden Flecken auf die Spur zu kommen und den Blick für Einzelne, für Gruppen oder Stadtteile, die im Gemeindeleben bislang nicht vorkommen, neu zu schärfen. Gerade auch Neuzugezogene sollen ermutigt werden, die Angebote der Gemeinde wahrzunehmen. Die Kirchengemeinde wird sich verstärkt von der „Komm-Struktur“ zur „Geh-Struktur“ bewegen, Gottesdiensten auch außerhalb unserer Kirchen(gebäude) feiern, an Plätzen und Orten, wo die Menschen zu finden sind.
Die Kirchengemeinde wird dazu neue Formen der Verkündigung und Ansprache entwickeln. Zu denken ist z.B. an Seminare, an Diakonie als akzentuiertes Profil der Gemeinde, an Stadtkirchentage, an eine sich weiter öffnende Jugendarbeit.

Sinnvoll ist ferner eine stärkere regionale Vernetzung und Bündelung der pastoralen Ressourcen. Rücken die benachbarten Kirchengemeinden weiter zusammen, ist ein flexiblerer Einsatz und eine gegenseitige Vertretung der Pfarrer möglich. Dazu bietet das Konzept des Kirchenkreises eine gute Grundlage.
Nichtsdestotrotz steht der Kirchenkreis in der Verpflichtung, seine Pfarrer/-innen nach seinen Möglichkeiten personell zu entlasten. Er sollte auch dabei helfen, dass zukünftig in der Region Fröndenberg wieder eine Frau als Pfarrerin arbeitet.

D3c) Gemeindeleitung
Bei steigender ehrenamtlicher Mitwirkung wird auch die Arbeit des Presbyteriums von wachsender Bedeutung sein. Die Arbeitsfähigkeit des Presbyteriums soll zukünftig dadurch weiter gestärkt werden, dass  Ausschüsse und Arbeitsgruppen seine  Entscheidungen vorbereiten oder - in einem definierten Rahmen -  vermehrt seine Entscheidungskompetenzen übernehmen; diese Möglichkeiten sind weiter auszubauen. Das Presbyterium soll so in die Lage versetzt werden,  schwerpunktmäßig die grundsätzlichen und zentralen Aufgaben der Gemeindeleitung und -entwicklung bearbeiten zu können.

Die künftige Entwicklung der evangelischen Gemeinden dürfte vor dem Hintergrund zunehmend enger werdender finanzieller Ausstattung von weiteren Aufgabenteilungen, Kooperationen und Fusionen geprägt sein. Bei neuen Organisationsformen muss eine erkennbare Nähe zu den Gemeindegliedern und den  anstehenden Problemen gewährleistet sein.
Ein langfristig vorstellbares Gesamtpresbyterium für die Region Fröndenberg einschließlich Dellwig und Frömern könnte möglicherweise handlungsunfähig sein. Die Presbyterien sollten deshalb auch zukünftig gemeindebezogen arbeiten können.

D3d) Diakonische Dimension: Wo ist die Not und wie sieht sie aus?
Diakonie ist das gelebte Wort Gottes. Im Zuge wachsender ökonomischer, gesellschaftlicher und sozialer Umbrüche in Deutschland, aber auch weltweit,  werden sich die Christen, wird sich unsere evangelische Kirchengemeinde zunehmend der Frage nach der Not stellen müssen. Es gilt, den eigenen Blick zu schärfen für Armut,  Krankheit, Alter, Resignation und Einsamkeit von Menschen unserer Gemeinde, aber auch darüber hinaus.
 
Die Botschaft der Bergpredigt “Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst” verstehen wir als klaren Auftrag für das diakonische Handeln unserer Gemeinde.

Unterstützung bei den eigenen diakonischen Aufgaben erhält die Kirchengemeinde durch die Zusammenarbeit mit der Diakonie des Kirchenkreises. Überregional koordinierte Projekte wie das Diakoniekaufhaus oder die Betreuungsangebote für die Bewohner/-innen des  Wohnparks Stift werden in Zusammenarbeit mit professionell arbeitenden  Diensten der Diakonie realisiert. Das Zusammenspiel von Ehrenamtlichkeit und Professionalität soll künftig sowohl der Sicherung der Qualität der Angebote als auch der Verankerung des diakonischen Auftrags im Bewusstsein der Gemeinde dienen.

Auch bei der Diakonie wird es darum gehen, mehr Menschen zu gewinnen, die bereit sind, ihre Zeit und Kraft in diese Aufgaben zu stecken. Mit dem Diakonieausschuss hat die Kirchengemeinde ein Instrument geschaffen, das den Arbeitsbereich als ständige und wachsende Aufgabe begreift und im Bewusstsein behält. Die im Jahr der Diakonie 2005 entwickelten Ansätze haben hierzu einen wichtigen Impuls gegeben und können weiterentwickelt werden Hierzu gehören der Ausbau der Betreuungsangebote im Wohnpark Stift, ein besonders gestalteter jährlicher Diakoniesonntag, besondere Spendenprojekte, ein in regelmäßigen Abständen stattfindender Diakoniemarkt auf dem Fröndenberger Marktplatz. Daneben sollen Angebote zum Kennenlernen von überregionalen diakonischen Einrichtungen, Aufbau eines Hilfenetzwerkes über die Rubrik  „Zeitbörse“ im Gemeindebrief, diakonische Projekte mit Konfirmanden, Besuchsdienste und Patenschaften für kranke und einsame Menschen in unserer Gemeinde und nach Möglichkeit auch im Justizkrankenhaus aus- und aufgebaut werden. Glaubwürdiges diakonisches Handeln wird auch davon abhängen, dass mit der aus persönlicher Nähe inspirierten Gemeindediakonie ein Gegengewicht geschaffen werden kann gegen die Gefahren einer zunehmenden Zentralisierung und Distanzierung der professionellen Hilfen in großen überregionalen diakonischen Verbünden. Aber auch die Handlungsmöglichkeiten für eine gemeindenahe Kultur des Helfens im Ehrenamt werden nur wachsen können, wenn die Gemeinde konzeptionelle und logistische Unterstützung erhält und  die ehrenamtlich Mitarbeitenden Fortbildung und Begleitung erfahren. Diesbezügliche Erwartungen an Unterstützung und Vernetzung richten sich hier vor allem an den Kirchenkreis und den von ihm mitgetragenen Diakonieverbund Hellweg-Ruhr.

D3e) Jahresschwerpunkte
Seit der Fusion hat sich die neue Kirchengemeinde Jahresschwerpunkte gesetzt. Diese spiegeln zentrale Arbeitsbereiche der Gemeinde wider. Die jeweilige Thematik wird mindestens ein Jahr vorher festgelegt. Die Jahresschwerpunkte bieten mehrere Vorzüge:
Gemeindeaktivitäten, Gruppen und Einzelpersonen stellen sich unter ein gemeinsames Thema.
Sie beleuchten die Thematik aus ihren verschiedenen Perspektiven, mit unterschiedlichen Präsentations- und Beteiligungsformen.
Durch die Schwerpunktsetzung und der damit verbundenen besonders strukturierten Öffentlichkeitsarbeit wird für die Dauer eines ganzen Jahres eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit erzielt.
Für das Jahresthema werden Finanzmittel der Gemeinde gebündelt und mit Priorität versehen. Auf diese Weise wird der jeweilige Arbeitsbereich spürbar anerkannt und unterstützt.
Nach dem Jahr der Fusion (2002) wurden das Jahr der Bibel (2003), das Jahr des Glaubens (2004) und das Jahr der Diakonie (2005) thematisiert. Das Jahr 2006 wird den Mitarbeitenden gewidmet. Das Jahr 2007 wendet sich dem Schöpfungsthema zu, das Jahr 2008 dem Lob Gottes; weitere Jahresschwerpunkte können die Kirchenmusik, die Jugendarbeit oder die Eine-Welt-Arbeit  werden.

D3f) Kirchenmusik
In der ehemaligen evangelischen Kirchengemeinde Fröndenberg hat die Kirchenmusik eine lange Tradition. Diese - insbesondere die Chorarbeit der Kantorei, die Instrumentalmusik (Posaunenchor), der Musikunterricht - soll auch in der Zukunft fortgeführt werden, wenn auch mit an die finanziellen Rahmenbedingungen angepassten Ressourcen. Für die Nachbesetzung der auf 30 Std. begrenzten B-Stelle  zum 1.9.2006 hat die Kirchengemeinde die entsprechende personelle Entscheidung getroffen.  

Angestrebt wird vor dem Hintergrund der dramatischen finanziellen Einbrüche eine zunehmende Selbstfinanzierung der Kirchenmusik – zumindest in der Erwachsenenarbeit. Ein Förderverein besteht bereits, Stiftungsmittel sollen eingeworben werden. Der noch junge Jugendchor “Out of the Blue” leistet schon jetzt bedeutsame Beiträge zum kirchenmusikalischen Angebot der Gemeinde, zur Jugendarbeit und zum Profil der Kirchengemeinde. Auch eine “Punkt 11-Gottesdienstband” besteht bereits.
Neben den bisherigen Aktivitäten der gemeindlichen Kirchenmusik ist zum Beispiel die Gründung eines Gospelchores oder einer Konfirmandenband unter möglicherweise ehrenamtlicher Leitung erwünscht.

Der Vertrag des nebenamtlichen Kirchenmusikers (Bausenhagen) läuft im Herbst 2007 aus. Diese Stelle soll nicht wieder besetzt werden. Das bedeutet, dass der Kantor der Stiftskirche die bisherigen Aufgaben der nebenamtlichen Stelle mit übernehmen soll. Um die Dienste in Fröndenberg und Bausenhagen zu gewährleisten, müssen die Gottesdienstzeiten gestaffelt werden. Für die kirchenmusikalische Begleitung der Gottesdienste auf der Hohenheide bzw. im Schmallenbachhaus sollen Ehrenamtliche und/oder Honorarkräfte gewonnen werden.

Der „Ökumenischen Chor der Palz“ ist eine wichtige kirchenmusikalische Bereicherung sowohl für die Kirchengemeinde als auch für die Menschen in den Palzdörfern und soll weitergeführt werden. Auch hier muss nach Lösungen gesucht werden, die die finanzielle Situation der Gemeinde berücksichtigen.
Durch die Zusammenarbeit mit den anderen evangelischen Kirchengemeinden in Fröndenberg, mit der benachbarten städtischen Musikschule, mit dem musikalischen Angebot der Grundschulen, der Gesamtschule sowie auch mit dem katholischen Pfarrverbund sollen interessante neue kirchenmusikalische Perspektiven eröffnet werden. Instrumentalunterricht soll zukünftig gegen eine Gebühr erteilt werden.

Fröndenberg ist bereits ein  regionaler Kirchenmusikschwerpunkt des Evangelischen Kirchenkreises Unna. Die kirchenmusikalischen Angebote Fröndenbergs stehen somit auch den anderen Südkreisgemeinden offen.  Das Presbyterium begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Initiative des Kreissynodalvorstandes,  die hauptamtliche Kirchenmusikstelle in Fröndenberg anteilig zu fördern.

D3g) Kinder- und Jugendarbeit  
Die Kinder- und Jugendarbeit wird in der ferneren Zukunft zunehmend ehrenamtliche Arbeit sein. Das Presbyterium sieht sich und den Jugendreferenten deshalb in der Pflicht, verstärkt die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen zu unterstützen; diese sollen  sowohl in der Offenen-Tür(OT)-Arbeit als auch in der Gruppenarbeit in verantwortlichen Positionen eingesetzt werden. Das Presbyterium bekennt sich ausdrücklich zu einer erkennbaren evangelischen Ausrichtung der eigenen Kinder- und Jugendarbeit auch in der OT-Arbeit.
Die Gruppenarbeit muss zukünftig wieder verstärkt in den Blick genommen werden. Die Aufgabe der Hauptamtlichen wird vor allem darin bestehen, die Öffnungszeiten der OT zu sichern sowie Ehrenamtliche zu werben, zu schulen und zu unterstützen. Jugendarbeit soll künftig noch stärker mit der Katechumenen- und Konfirmandenarbeit verbunden werden.
In der Diskussion um eine möglich neue Konzeption der synodalen Kinder- und Jugendarbeit spricht sich das Presbyterium dafür aus, die hauptamtliche Jugendarbeit mittelfristig regional anzubinden. Denkbar wäre, dass insgesamt zwei Jugendreferenten/-innen jeweils mit einer vollen Stelle z.B. die Region Fröndenberg-Dellwig-Frömern versorgen könnten. Auch eine zentrale Verankerung in einer dieser Gemeinden wäre akzeptabel. Die hauptamtlichen JugendmitarbeiterInnen hätten dann im Konsens aller beteiligten Gemeinden gemäß des Leitsatzes der Kirchengemeinde die vorrangige Aufgabe, Ehrenamtliche zu berufen, für ihre Aufgaben zu befähigen, zu ermutigen und zu unterstützen.
Bis zu einer solchen Neustrukturierung sollen bereits kurzfristig die unterschiedlichen Angebote (Freizeiten, Kurse, Schulungen etc.)  in der Region Gesamt-Fröndenberg aufeinander abgestimmt werden.
Gleichzeitig hat das Presbyterium die Gründung des CVJM Fröndenberg begrüßt. In diesem Verein finden sich die jungen Familien wieder, die in den zurückliegenden Jahren über die gemeindlichen Familienfreizeiten und -gottesdienste angesprochen wurden. Sie sollen ihren Treffpunkt im Gemeindezentrum Hohenheide finden und ehrenamtlich eine Kinder-, Jugend- und Elternarbeit aufbauen. Das Presbyterium wird diesen Ansatz nach seinen Möglichkeiten unterstützen. Es wird dem Verein insbesondere Räume im Gemeindezentrum Hohenheide zur Verfügung stellen.

D3h) Arbeit der Kindertagesstätten
Das Presbyterium stellt fest, dass auch zukünftig in der Betreuungslandschaft unterschiedlicher Kindergärten das evangelische Profil vertreten sein muss. Es bekennt sich zu seiner gesellschaftlichen Aufgabe und wertschätzt die Kindergartenarbeit auch als Brücke zu den jungen Familien in der Stadt und ihrer Umgebung. Mit der Kindergartenarbeit bekommt die Kirchengemeinde Zugang zur Altersgruppe der 25- bis 40-Jährigen, die sonst eher zurückhaltend für Fragen von Glaube und Kirche zu interessieren ist.
Profilbildung und Zertifizierung der Kindertagesstätten sowie Fortbildung der Mitarbeiterinnen haben zu einer in der Elternschaft deutlich beachteten Qualitätsentwicklung geführt. Die Kirchengemeinde greift das Konzept der Verbindung von Familienarbeit und Kindertagesstättenarbeit zu Familienzentren als zukunftsweisenden Weg auf.
Eine Fortführung der Kindertagesstättenarbeit  ist allerdings in hohem Maße von demografischen und finanziellen Faktoren abhängig. So ist bereits jetzt erkennbar, dass die zukünftige Wahrnehmung der Trägerschaft höhere Zuschüsse der öffentlichen Hand erfordert.  

Die Kirchengemeinde hat außerdem zur dauerhaften Sicherung der Trägerschaft evangelischer Kindergärten  auf der Sommersynode 2005 des Kirchenkreises Unna angeregt,  die Kirchenleitung möge mit der Landesregierung zwecks Anerkennung der Evangelischen Kirche von Westfalen oder evangelischer Eltern-/Trägervereine als “arme Träger” verhandeln.
Der Kirchenkreis schließlich hat zur besseren Gestaltung der inhaltlichen Arbeit und personellen Struktur der Kindergärten  ein Kindergartenwerk gegründet, dem die Kirchengemeinde aufgeschlossen gegenüber steht und einen Beitritt erwägt.

Die Kirchengemeinde wird für die Kindergärten ferner die Option der Betreuung von Unterdreijährigen  unterstützen. Sollte der Bedarf an Kindergartenplätzen weiter sinken, können somit nach und nach mehr Plätze der Betreuung von Unterdreijährigen zur Verfügung gestellt werden. Der Betrieb der klassischen Kindergartengruppen würde somit langsam reduziert. Die Kirchengemeinde greift den Gedanken der Bildung von Familienzentren auf und prüft Realisierungsmöglichkeiten.

Zur Finanzierung von Kindergärten können auch Sponsoren (z.B. interessierte Betriebe) beitragen.
Die Kirchengemeinde hat darüber hinaus der von einem Elternverein getragenen Offenen Ganztagsgrundschule eine engere Zusammenarbeit angeboten.  Wegen der unmittelbaren Nachbarschaft des Matthias-Claudius-Kindergartens zu den Grundschulen sollen diese Kontakte weiter entwickelt werden.
Denkbar wäre letztendlich auch die ökumenische Trägerschaft eines Kindergartens.
Auch bei weiter sinkenden Kinderzahlen sieht die Kirchengemeinde die Notwendigkeit, langfristig zumindest mit einem evangelischen Kindergarten in der Betreuungslandschaft Fröndenbergs vertreten zu bleiben.

D3i) Konfirmandenarbeit
Zentrales Ziel der Jugend- und Konfirmandenarbeit ist es, die Kinder und Jugendlichen mit dem christlichen Glauben und den daraus abzuleitenden ethischen Werten ,  mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Gemeindegliedern, mit den Einrichtungen der Kirchengemeinde, auch den Kirchengebäuden  bekannt zu machen sowie sie in die Gemeinde und in das Gemeindeleben zu integrieren.

Konfirmandenarbeit ist Jugendarbeit. Der hohe Stellenwert, den die Konfirmation bei den evangelischen Jugendlichen nach wie vor hat, bietet die Chance, mit vielen jungen Menschen regelmäßig in das Gespräch über Glaube und Leben zu kommen. Diese Chance muss noch nachhaltiger genutzt werden. Die Arbeit wird unter Mitarbeit eines Pfarrers, des hauptamtlichen Jugendreferenten sowie einer erfreulich großen Zahl von ehrenamtlich tätigen Jugendlichen geleistet.
Hinsichtlich der Weiterentwicklung der Konfirmandenarbeit will sich die Kirchengemeinde mittelfristig mit dem Konzept “KU3/8” (d.h. Kirchlicher Unterricht im 3. und im 8. Schuljahr) auseinandersetzen. Mit diesem Konzept können Kinder zu einem frühen Zeitpunkt erreicht, die Eltern mit einbezogen, und es kann eine seelsorgerlich-pastorale Verbindung über die Jahre hinweg bis zum 8. Schuljahr aufgebaut werden. Dies böte die Chance,  Kinder für Kirche und Glaube  wirksamer anzusprechen als in den beiden entwicklungspsychologisch besonders schwierigen Jahren der Pubertät. Zur Gestaltung des Übergangs zum Konzept KU3/8 wird sich die Kirchengemeinde zu gegebener Zeit an den Kirchenkreis mit der Bitte um personelle Unterstützung wenden.
Im Rahmen der vorfindlichen Jahrgangsstärken und des gegenwärtig praktizierten Konzepts wird die Kirchengemeinde zunächst weiterhin zwei Konfirmandengruppen pro Jahrgang anbieten. Mittelfristig ist zu klären, ob eine Konfirmandengruppe der Gemeinde mit einer Konfirmandengruppe der Nachbargemeinde zusammengelegt werden kann.

D3j) Erwachsenenarbeit
Die bisherige ehrenamtliche Leitung der  gemeindlichen Gruppen und Kreise muss weiter ausgebaut werden. Die Aufgabe des koordinierenden Pfarrers wird dabei sein, die Ehrenamtlichen zu unterstützen, sie fortzubilden und auch zu entlasten. Der in den vergangenen Jahren begonnene Weg der gemeinsamen Zielsetzungen und der gemeindepädagogischen Umsetzung soll konsequent weiter beschritten werden. Die Aufgaben eines Pfarrers werden hierbei schwerpunktmäßig in dem Angebot von Freizeiten, von vertiefenden oder missionarischen Projekten (z.B. Glaubensseminar “Christ werden – Christ bleiben”, “Stufen des Lebens”) und in der seelsorgerlichen Begleitung liegen. Fortbildungsmaßnahmen und Einkehrangebote werden dabei vor allem mit den Möglichkeiten der Oase Stentrop zu koppeln sein.

D3k) Küster- und Hausmeistertätigkeiten
Trotz steigenden Bedarfs kann die Hauptamtlichkeit im Bereich der Küster- und Hausmeistertätigkeiten nicht ausgedehnt werden. Allerdings soll kurzfristig die Hauptamtlichkeit neu geordnet und bedarfsorientiert eingesetzt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Personen ihrer tariflichen Einstufung entsprechend eingesetzt werden.
Hauptamtliche Küsterdienste sind in einer Person zusammenzufassen, Hausmeisterdienste ebenfalls. Kleinere Handwerkerarbeiten können nicht mehr in Auftrag gegeben werden, sondern  müssen mit eigenen Kräften erledigt werden.
In den nächsten Jahren stehen einige Pensionierungen an. Die Gemeinde wird nicht alle  freiwerdenden Stellen im selben Umfang wiederbesetzen können, sondern verstärkt auf ehrenamtliches Engagement zurückgreifen müssen.

D3l) Gemeindebüro
Das Gemeindebüro ist zur Zeit mit 25 Stunden besetzt. Bleiben lediglich zwei volle Pfarrstellen erhalten, sehen die empfohlenen Richtlinien lediglich 20 Wochenstunden vor. Bei rückläufiger Hauptamtlichkeit steigt allerdings umgekehrt der Bedarf an Bürostunden. Eine Aufstockung der Bürozeiten ist aber unrealistisch. Langfristig muss berechnet werden, ob nicht ein zentrales Gemeindebüro für alle Fröndenberger Kirchengemeinden kostenmindernde Synergieeffekte hätte; Anlaufstellen in den Ortsteilen bleiben wünschenswert.

D3m) Ökumene, Bewahrung der Schöpfung
Die Evangelische Kirchengemeinde versteht sich als ökumenische Gemeinde, die sich eingebunden fühlt in die weltweite Gemeinschaft von Menschen, die Jesus Christus als ihren Herrn bekennen.
Daraus erwächst einerseits die Partnerschaft mit Tansania. Auch für die Zukunft sind wechselseitige Kontakte und Besuche geplant. Der Tansania-Arbeitskreis gibt der Gemeinde und Öffentlichkeit immer wieder die notwendigen Impulse zum Blick über den Tellerrand der eigenen Gemeinde und Gesellschaft.
Ebenso wichtig ist der Wunsch nach dem weiteren Ausbau der Kontakte zur katholischen Kirchengemeinde in Fröndenberg. Hier sollen in der Zukunft verstärkt gemeinsame weitere Schritte entwickelt werden, z.B. ein Ökumenischer Stadtkirchentag, der beiden Kirchen Gelegenheit gibt, die frohmachende Botschaft Jesu Christi den Menschen mit vereinter Kraft in Gottesdiensten, Vorträgen, Diskussionen, Gesprächen, Ausstellungen und Konzerten zu vermitteln und der Öffentlichkeit die Gemeinschaften, Gruppen und Werke beider Gemeinden vorzustellen. Interessante Erfahrungen dazu hat das Jahr der Bibel mit dem „Bibelmarathon“ (2003) auf dem Marktplatz ebenso gebracht wie der “Diakoniemarkt” im September 2005.  
Der geschwisterliche Kontakt mit der jüdischen Gemeinde führt zu bereichernden Erfahrungen für die ganze Gemeinde und soll weiter gepflegt werden.

Wir glauben, dass wir diese Erde und alles Leben auf ihr dem Wirken Gottes verdanken. Dies verpflichtet uns zum verantwortungsbewussten Umgang mit dieser Erde und den auf ihr lebenden Geschöpfen. Die Evangelische Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen sieht deshalb im Schutz der Natur und der Umwelt eine wichtige Aufgabe. Im Rahmen unserer kirchlichen Arbeit verpflichten wir uns zu einer stetigen Überprüfung und Verbesserung unseres Engagements für den Umweltschutz (z.B. Aktion „Grüner Hahn“). Wir wollen bei unseren Entscheidungen auf nachhaltiges Wirtschaften und auf die Auswirkungen für die Lebensmöglichkeiten künftiger Generationen achten. Bei unserem Handeln beachten wir die Solidarität mit Menschen in anderen Regionen dieser Erde. Dazu hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen Leitlinien gegeben.

D3n) Öffentlichkeitsarbeit
Kirchliche Öffentlichkeitsarbeit ist oft auch Verkündigung – wenn auch in ungewohnter, ungewöhnlicher Form.
Eine besonders anspruchsvolle Form von Verkündigung und Öffentlichkeitsarbeit stellen die Gottesdienste außerhalb der Kirchen dar (Erntedank am Kettenschmiedemuseum, Schützen-gottesdienste, Schulgottesdienste, Gedenkgottesdienste/Volkstrauertag, Waldgottesdienste …). Gerade solche Umgebungen, die auf den ersten Blick  wenig mit Gottesdienst zu tun haben, sind  besonders wichtig. Hier lassen sich Begegnungen mit Menschen ermöglichen, die sonst kaum einen Kontakt zur Kirche haben.
Die intensive Pressearbeit als Aufgabe des koordinierenden Pfarrers hat zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den Lokalzeitungen und der Kirchengemeinde geführt. Wachsende Aufmerksamkeit erfährt die laufend aktuell und optisch ansprechend gestaltete Website www.ek-froendenberg.de; ihre Pflege liegt in der Hand eines ehrenamtlichen Administrators sowie der Gemeindebriefredaktion.
Eine offene Kirche muss ihre Offenheit auch im Wortsinn unter Beweis stellen. So möchte die Kirchengemeinde in den nächsten Jahren die Öffnungszeiten der Stiftskirche deutlich ausweiten;  in der Dorfkirche Bausenhagen besteht dieses Angebot bereits. Für Gebet und Andacht sollen die Kirche auch während der Wochenenden und an Wochentagen verlässlich geöffnet sein; die Betreuung soll von Ehrenamtlichen übernommen werden. Die erweiterten Öffnungszeiten müssen durch Presse und Hinweis/Informationstafeln bekannt gemacht werden. Für die Stiftskirche sollten auf den Gehwegen (Eulenstraße, Feuerhakestraße) Aufsteller platziert werden. Vom Bahnhof aus und vom Marktplatz her sollten Hinweisschilder den Weg zur Stiftskirche erklären. (Eine abgestimmte Beschilderung zu allen Sehenswürdigkeiten sollte von der Stadtverwaltung koordiniert und realisiert werden.)
Eine aufbrechende, sich auf den Weg machende Kirche sollte im Stadtbild deutlich präsent sein und dabei auch ungewohnte Wege gehen.

D3o) Gemeindebrief
Das zentrale Instrument der Information und der Öffentlichkeitsarbeit der Kirchengemeinde ist der Gemeindebrief. Er wird in jedes Haus gebracht und hat ein hohes Ansehen in Gemeinde und Öffentlichkeit. Möglichkeiten zur Weiterentwicklung:
In einer Dauerliste (in jeder Ausgabe) sollten die Mitglieder des Presbyteriums genannt werden. Es sollte eine Rubrik “Aus Presbyterium und Ausschüssen” erscheinen. Die Ausschussvorsitzenden werden gebeten, kleine Berichte über die Arbeit der Ausschüsse in Abstimmung mit dem/der Vorsitzenden des Presbyteriums der Redaktion zuzuleiten.
Unter einer Rubrik “Zur Diskussion gestellt” könnten aktuelle theologische oder ethische Fragestellungen – auch kontrovers – vorgestellt werden.
Die Werbung von weiteren  ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das Zusammenlegen und für  die Verteilung des Gemeindebriefes sowie die Erschließung neuer Finanzierungsquellen bleiben auch zukünftig wichtige Aufgaben.
Ergänzend zum Gemeindebrief könnte auf einem Faltblatt auch eine Kurzpräsentation der Kirchengemeinde erscheinen, auszulegen z.B.  in den Kirchen, Wartezimmern, Cafes, zu verteilen bei besonderen Veranstaltungen.

D4 Gebäudenutzung
D4a) Stiftskirche
Die Stiftskirche gehört dem Land NRW; die Kirchengemeinde genießt Gastrecht. Die Stiftskirche bleibt zentraler Ort gottesdienstlichen Geschehens in Fröndenberg, zumindest solange, wie die Patronatsleistungen erbracht werden und der Unterhalt der Kirche finanzierbar ist. Sie ist und bleibt Ort regelmäßiger Gottesdienste und Gebetszeiten. Aufgrund der historischen Orgel ist solange wie möglich an einer professionellen Kirchenmusik festzuhalten.
Durch eine Einzelbestuhlung im vorderen Bereich der Stiftskirche ist es der Gemeinde erstmalig möglich, flexibel und zeitgemäß auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen gottesdienstlichen Situationen zu reagieren. Geplant ist außerdem die Errichtung einer Ausstellungsfläche im Eingangsbereich sowie die Belebung einer Fläche der Begegnung, zum Beispiel für Kirchencafézeiten innerhalb der Kirche. Mit der Umgestaltung wird wahrscheinlich das Aufstellen eines zusätzlichen, vorgezogenen Altartisches notwendig.
Wünschenswert wäre die Umgestaltung der Sakristei unter dem Aspekt, dass dieser sehr schöne sakrale Raum tagsüber für Zeiten der Stille und des Gebetes für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Mit den Denkmalbehörden werden z.Zt. Gespräche zur Rettung von Wandmalereien sowie zur Überholung der Orgel geführt.

D4b) Dorfkirche Bausenhagen
Seit geraumer Zeit wird die Anschaffung einer neuen Orgel für die Dorfkirche angestrebt. Hier sieht der Kirchbauverein Bausenhagen zur Zeit seine vorrangige Aufgabe. Durch die Zusage einer öffentlichen Förderung durch das Land NRW (Patronat) scheint die Anschaffung bereits in den Jahren 2007/2008 sehr  aussichtsreich.

Wünschenswert wäre weiterhin, die Orgelempore durch eine Glaswand vom eigentlichen Gottesdienstschiff akustisch zu trennen. In Verbindung mit der Installierung des achten - und letzten - Felger-Fensters über dem Eingangsportal  - “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.” (Joh.14,6). würde ein weiterer sakraler Raum geschaffen, der während der Gottesdienste auch zur Betreuung der Kinder genutzt werden könnte. Für beide Vorhaben gibt es zur Zeit noch kein Finanzierungskonzept. Weitere Investitionen sind in der Dorfkirche mittelfristig nicht geplant. Die Unterhaltungskosten sind relativ überschaubar, da das Land NRW im Rahmen des Landespatronats 2/3 aller Kosten übernehmen muss.

D4c) Gemeindehaus Stift
Der Raumbedarf für gemeindliche Zwecke scheint im Gemeindehaus Stift  gesättigt. Die gelegentliche Vermietung einzelner Räume an Privatpersonen ist weiter zu fördern. Es muss darüber hinaus geprüft werden, ob einzelne Räumlichkeiten (Spielgruppenbereich, Werkraum, Fotolabor)  langfristig umgewidmet werden können. Diesbezüglich hat die Gemeinde der Stadt bereits ihre Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Denkbar wäre die Nutzung des Gemeindehauses durch das Alleecafe bzw. durch die Musikschule.
Langfristig muss geprüft werden, ob nicht eine komplette Etage vom Gemeindehaus getrennt werden kann, um diese Räume fremdzuvermieten; die Förderungsunschädlichkeit ist dabei zu beachten.
Ein Ausbau des Dachgeschosses ist möglich. Allerdings müssen in den Folgejahren immer wieder auch Erhaltungsmaßnahmen unternommen werden (Fenster, Dach, Isolierung, Anstrich).

D4d) Dietrich-Bonhoeffer-Haus (Hohenheide)
Ein steigender Raumbedarf ist im Dietrich-Bonhoeffer-Haus festzustellen. Kurzfristig müssen kleinere Umbaumaßnahmen getätigt werden, damit die Räumlichkeiten auch für die Kinder- und Jugendarbeit nutzbar sind. Der Ausbau des Dachgeschosses ist aber für die Kirchengemeinde alleine nicht zu leisten. Das Presbyterium könnte den Rohbau dem CVJM zur Verfügung stellen und ihm erlauben, einen Ausbau für eigene Zwecke vorzunehmen. Eine finanzielle Beteiligung der Kirchengemeinde ist dabei zu prüfen.
Durch die unmittelbare Nachbarschaft zum katholischen Franz-Stock-Haus ist eine ökumenische Zusammenarbeit nicht nur sinnvoll, sondern auch wünschenswert. Der Gedanke soll weiter verfolgt werden.

D4e) Wohnpark Stift
Seit dem 1.1.2005 kooperiert die Kirchengemeinde mit der Ökumenischen Zentrale in Schwerte und bietet seitdem  zusätzliche Dienstleistungen im Bereich  „Betreutes Wohnen“ an. Damit sind konzeptionell entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt worden. Zu prüfen ist, ob der Gemeinschaftsraum vielfältiger genutzt werden kann.

D4f) Haus der Mitte
Mit der Neukonzipierung des kreiskirchlichen „Hauses Stentrop“ (jetzt: Oase Stentrop) hat sich auch die Nutzung des Hauses der Mitte entscheidend verändert. Die bisherigen Gemeinderäume werden jetzt verstärkt für Seminararbeit der Tagungsstätte verwendet. Ein entsprechender Nutzungsvertrag zwischen Kirchenkreis und Kirchengemeinde ist unterzeichnet. Auch wenn die Kirchengemeinde sich bereiterklärt hat, dem Kirchenkreis eine zunehmende Nutzung des Hauses der Mitte zu ermöglichen, hat das Haus hohen Symbolwert für die Identität des Pälzer Teils der Kirchengemeinde; deshalb sollen dort weiterhin Gemeindeveranstaltungen stattfinden..
Auch das Interesse der Jugendhilfe, weitere Räume im Haus der Mitte bzw. in der ehemaligen Schule anzumieten, wird positiv aufgenommen. Denkbar ist, den Bereich rechts der Eingangstür komplett vom Tagungsbereich abzutrennen.
Ohnehin muss in den nächsten Jahren im Sinne der Bauerhaltung in das Haus der Mitte investiert werden. Entsprechende Kosten sind vom Kirchenkreis und von der Kirchengemeinde einzukalkulieren.
Ein zusätzliches interessantes Raumangebot könnte der Gewölbekeller der ehemaligen Schule  werden, auch wenn dort zunächst ebenfalls investiert werden müsste.

D4g) Pfarrhäuser
Die Pfarrhäuser sollten nach Möglichkeit auch zukünftig so genutzt werden wie bisher, damit die Patronatsleistungen nicht verfallen.  

D4h) Friedhof Bausenhagen
Der Friedhof in Bausenhagen soll weiterhin kostendeckend bewirtschaftet werden.

D5 Regionalstruktureller Ausblick
Bei den einzelnen Aspekten zukünftiger Gemeindearbeit ist immer wieder eine anzustrebende engere Vernetzung und Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden angesprochen worden. Schon jetzt werden Kooperationsmöglichkeiten oder die Übernahme einzelner Aufgaben zwischen den Pfarrstelleninhabern abgestimmt. Mittel- oder langfristig ist eine strukturelle Einheit der drei benachbarten Fröndenberger Kirchengemeinden sinnvoll. Eine Fusion scheint uns aus heutiger Sicht noch verfrüht; denkbar wäre aber zunächst ein Gemeindeverbund mit einer gemeinsamen Anstellungsträgerschaft (Kirchenmusik, Jugend, Gemeindebüro, Küsterpool). Die inhaltliche Selbständigkeit der jeweiligen Kirchengemeinden sollte aber auf alle Fälle gewährleistet bleiben.

D6 Ehrenamtlichkeit und Beteiligung
Das gewünschte zunehmende ehrenamtliche Engagement setzt Informations-, Mitwirkungs- und Beteiligungsstrukturen voraus, die ein Mit-Denken und Mit-Handeln der Ehrenamtlichen und Gemeindeglieder “auf Augenhöhe” zulassen. Ein Beispiel dafür könnte das Beteiligungsverfahren zur Entwicklung dieser Konzeption sein. In Zukunft sollten vermehrt neue Beteiligungsformen entwickelt werden. So könnten Presbyteriumssitzungen einen öffentlichen und einen nichtöffentlichen Teil (z.B. bei Personalangelegenheiten/ Ausschreibungen/Datenschutz) erhalten. Die Tagesordnung sollte auf geeignete Weise vorher veröffentlicht werden. Vor den Presbyteriumssitzungen sollte eine 15-minütige Fragestunde für Gemeindeglieder angeboten werden. Insgesamt zweimal jährlich sollen wechselnd an den Predigtstätten Stiftskirche/Hohenheide sowie Dorfkirche Bausenhagen Gemeindeversammlungen durchgeführt werden.
Für die Ehrenamtlichen sollte eine Art “Mitarbeitervertretung” (Ombudsmann/-frau) eingeführt werden.
Zu diesen neuen strukturellen Elementen einer “aufgeklärten Presbyterialverfassung” soll ein Antrag (gfs. über die Kreissynode an die Landessynode) an die Kirchenleitung  gestellt werden, um zunächst in einem Pilotprojekt im Kirchenkreis Erfahrungen zu sammeln.

Vertraut den neuen Wegen,
auf die uns Gott gesandt!
Er selbst kommt uns entgegen,
die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen
in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen.
Das Land ist hell und weit.

(Evangelisches Kirchengesangbuch, Lied Nr. 395)


Stand:  25.03.2016 23:20  




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